Oder das große Ah(A)-Erlebnis.
Präludium mit ärgerlicher Anmutung.
Es ist nicht nur nicht besser geworden – es wird immer schlimmer. Was mir als passioniertem Konzertbesucher von Jahr zu Jahr mehr Verdruss bereitet. Immer wiederkehrende und wohl nie aussterbende Verhaltensweisen von nicht eben wenigen Konzertbesuchern lassen in mir jedes Mal den Verdacht aufkommen, dass sich viele Konzertbesucher gar nicht für die Musik oder den Künstler zu interessieren scheinen, sondern sich aus anderen Gründen am Ort des Geschehens befinden. Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen nutzen Konzertbesucher die Zeit dort nicht dafür, dem Künstler und seiner Musik ungeteilte Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenzubringen, sondern für serielle Wanderbewegungen in Richtung freudespendender Getränke. Und das im 5-Minuten-Takt. Noch schlimmer – und das zerrt tatsächlich jedes Mal mehr an meinen Nerven! – sind die plappernden, quatschenden, zum Teil auch (sich an)schreienden – je lauter das Konzert, desto lauter die „Unterhaltungen“ – Konzertbesucher. Nicht zu vergessen, die rücksichtslosen (Vor-)Drängler und (Nach-)Schieber. Damit nicht genug, sorgen auch immer öfter die Künstler selbst mit dem schier endlosen Stimmen ihrer Gitarren oder dem nicht eben kurzweiligen Erzählen von Belanglosigkeiten – mein Freund Gerald S. bezeichnete das einmal sehr treffend als „Überbrückungsmonologe“ – bei mir für einen Zustand fortgeschrittenen Unwohlseins und anschwellenden Ärgers. Und dennoch bin ich sehr froh, dass es sie gab – meine Konzertbesuche im Jahr 2023.
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