Die Beatles sind bis heute die meistgecoverte Band der Geschichte. Selbst noch beim Fußball ziehen wir zu ihren Melodien „den Bayern die Lederhosen aus“ – doch ein jeder kennt wohl das Problem: Nicht jede Hommage gelingt, nicht jeder Ton wird getroffen. Wer hat sich nicht schon einmal peinlich berührt gefühlt, wenn die „When I’m Sixty-Four“-Interpretation eines einsamen Solisten auf der Bühne des evangelischen Gemeindezentrums so richtig in die Hose ging? Wir treffen einen, der sich zum Ziel gesetzt hat, Ordnung in den unübersichtlichen Kosmos des Beatles-Coverns zu bringen: Hans Koppelredder.
Herr Koppelredder, Sie sind „Beatles-Blockwart“ – der Blockwart oder lediglich ein Blockwart?
Der. Bisher arbeite ich noch allein – und übrigens noch immer ehrenamtlich.
Und nennen sich „Blockwart“. Das klingt – mit Verlaub – ein wenig martialisch.
Mir ist schon klar, dass der Begriff natürlich mehrdeutig und in gewisser Hinsicht negativ belegt ist. Aber man kann zum Beispiel auch ein künstlerisches OEuvre als eine Art von „Block“ verstehen – und der ist eben in sich abgeschlossen, gerade bei den Beatles – sie haben sich schließlich schon vor über einem halben Jahrhundert aufgelöst. Ihr Block steht also, und zwar wie ein Fels. Und darauf passe ich auf, in quantitativer, vor allem aber in qualitativer Hinsicht.
Als „Blockwart“?
Der Titel oder die Berufsbezeichnung stammt nicht von mir. In meiner Jugend hat man versucht, mich mit ihr zu hänseln. Später habe ich sie mir dann bewusst zu eigen gemacht – und bin Schritt für Schritt in die Rolle hineingewachsen.
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